EIS, EISBABY am Lenbachhaus, München

EIS, EISBABY am Lenbachhaus München

Ein Kioskprojekt 2014 – 2016

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Lenbachhaus Ausstellungen

Lenbachhaus Blogbeitrag

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„KÜNSTLER SIND GEMEIN UND GRAUSAM UND RESPEKTIEREN WEDER SICH NOCH ANDERE“

von Daniel Man.

Der Direktor des Lenbachhauses, Matthias Mühling fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, eine Eisbude vor dem Lenbachhaus künstlerisch zu bespielen.
Ich habe nicht lange gezögert, ja zu sagen, denn schon eine Eisbude vor das große Museum zu setzen, war für mich schon ein gewagter Akt an sich. Die Bude aber als eine künstlerische Arbeit zu sehen, hat meine Bedenken relativiert.

Wie einige wissen, bin ich bereits in den Achtzigerjahren als junger Graffitisprüher namens “Codeak” umhergezogen. Das zog sich bis in die Nullerjahre rein.
Selbst fahrende Objekte wie Silo- und Transportfahrzeuge trugen meine Bilder. Insofern ist mir das Arbeiten auf öffentlichem Terrain ziemlich vertraut.

Als Startfarbe dieses Projektes “Eis, Eisbaby” wählte ich die Farbe Schwarz. Ich finde die Farbe hat etwas Massives; kaum eine andere Farbe, wenn wir hier von Farbe reden,
ist dermaßen symbolisch belegt. Es schien mir daher schlüssig, so anzufangen.
Nach vier Wochen kamen weiße Linien auf das Schwarz. Da ich sie mit der Sprühdose auftrug, meldeten sich erste Passanten mit den Kommentaren:

“Wie können sie sowas machen? Schon der schwarze Kasten war eine architektonische Beleidigung für das Lenbachhaus!
Sie wissen schon, dass man sie dafür verhaftet!”

Manche Mütter mit Kindern waren hingegen entzückt, dass überhaupt was passiert.

Nach weiteren drei Wochen setzte ich Farbflächen gegen die Linien auf Schwarz ein und erhielt erstmals von vorneherein positives Feedback.
Überhaupt seit die “Neue Geometrie” auch in die Modewelt eingezogen ist, scheinen einfache monochrome Dreiecke auf breite Zustimmung zu stossen.
Sog. ‘Hipster’ ließen ihre Retroräder davor abfotografieren. Was ein bißchen Farbe so ausmacht!

Durch den kunstträgen August ist der vierte Schritt erst nach knapp 6 Wochen erfolgt. Hierfür schuf ich bereits im Atelier eine Schrift-Schablone, die ein Zitat enthält.
Es handelte sich um eine von einer Immobilienfirma initiierte Antigraffiti-Kampagne in New York Ende der Achtziger Jahre.
Originaltext:

‘Graffetti Writers Are Mean and Cruel and Have No Respect For Themselves or Others’
Dieser Ausspruch betrifft meine künstlerische Vergangenheit als Graffiti-Künstler. Jedoch ist heute Graffiti in dem Oberbegriff Streetart mit einhergegangen, die in den letzten Jahren sowohl Presse-, als auch kommerzielle Erfolge feierte.
Somit durfte der Einzug in die breite Aufmerksamkeit endgültig gelungen sein. Subkultur goes Pop. Streetart kann man nun auch in Museen betrachten.
Ich musste daher nur Graffetti (Richtig: Graffiti) aus dem Satz entfernen und es ins Deutsche übersetzen.
Diese Art “Anschlag” an der bunten Bude löste selbstverständlich sofort Reaktionen aus.
“Künstler sind gemein und grausam, respektieren weder sich noch andere” prangt nun am Eishäuschen, dass direkt neben dem renommierten Museum steht. Ja, wie soll man das jetzt verstehen?

Das Arbeiten im öffentlichen Raum ist in meinem Fall sehr befruchtend. Ich lasse den Einfluss der Umgebung wie die Architektur und die dynamischen Faktoren Tageszeit und Passanten direkt auf mich einwirken.
Fast könnte man sagen, die Arbeit entsteht durch einen Dialog mit der Öffentlichkeit.

Ich bin gespannt auf die nächsten Reaktionen…

Daniel Man (geb. 1969 in London) ist ein zeitgenössischer Künstler und bemalt ca. alle 4 Wochen für den Zeitraum eines Jahres die Eisbude des Cafe/Restaurants ELLA vor dem Lenbachhaus. Er wird vertreten von der Galerie Nusser & Baumgart, München.

Hangover Gardens at Kunstverein Friedberg

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In der Ausstellung Hangover Gardens leben die Künstler Ted Green und Daniel Man erstmalig in einer Coproduktion ihre Affinität zum Installativen aus und stellen eine gemeinsame Frage: Wo endet die Zeichnung und wo fängt der Raum an? Eine Antwort darauf findet der Besucher in der eigens für den Friedberger Kunstverein konzipierten, raumfüllenden Gemeinschaftsinstallation der beiden Künstler, die zugleich als dreidimensionale Ausweitung ihrer jeweiligen Bildsprachen zu verstehen ist. Ted Greens Cutouts in Form verschlungener Barock- und Informell-Elemente treffen hier auf die geometrischen Konstrukte von Daniel Man. In dieser gelungenen Symbiose überträgt Daniel Man die zweidimensionale Zeichnung mit einer bildlichen Holzkonstruktion in den Raum hinein, während sich Ted Greens zeichnerische Arbeit bereits im Entstehen zu dreidimensionalen Werken entfaltet.  Auf den ersten Blick scheint der Betrachter konfrontiert mit einem nahezu überbordenden Bilderkosmos von expressiver Farbigkeit und Dynamik. Und doch folgen die Raumelemente aus unterschiedlichen Medien einer organischen und schwarmähnlichen Komposition. Der Betrachter wird aufgefordert, sich im Raum neu zu verorten und dabei, im fast wörtlichen Sinn, ‚Zusammenhänge‘ herzustellen.

 

Ted Green

Ted Green erforscht als Maler den Raum zwischen gegenstandsloser und figurativer Kunst. Der Inhalt der Bilder hat keine direkte Verbindung zu der vertrauten Außenwelt, sondern soll vielmehr eine Atmosphäre, nicht klar definierbare Sinnesempfindungen hervorrufen. Sein visuelles Vokabular speist sich aus verschiedenen Quellen, so wird in Greens Arbeit beispielsweise die Neigung zu seinem naturwissenschaftlichen Ausgangspunkt deutlich.

 

Seit Ende 2009 experimentiert der Künstler mit symmetrischen Spiegelungen. Die rhythmischen Wiederholungen von gespiegelten Formen und Mustern in Greens Arbeiten sind dabei oftmals den Körperbauplänen von Lebewesen nachempfunden. Als Grundstruktur von Ordnung stellen sie einen Kontrast zu dem universellen Chaos dar. Seine Verwendung von Zufallsprinzipien in Form von ausgewürfelten Malbefehlen in Bezug auf Farbe und Form wird durch ein systematisches Multiple-Choice-Verfahren gebändigt. In Greens, mit einer heftigen Portion skurriler Verzierung übersäten künstlerischen Welt trifft ausschweifende, barocke Formgebung auf die überladene Bilderflut der Gegenwart.

 

Daniel Man

„Daniel Man reagiert mit seinen ortsgebundenen Arbeiten auf den Verlust räumlicher und kultureller Orientierung als Folge der globalen Mobilisierung. Man arbeitet in situ und gestaltet ganze Ausstellungsräume oder zumindest den für seine Werke bestimmten Ausstellungsort umfassend. Dazu gehören in der Regel Leinwände und/oder Scherenschnitte, Skulpturen sowie abstrakte Wandmalereien.

 

Diese unterschiedlichen Medien setzt er in einen formalen Zusammenhang, indem er bestimmte Formen und Farben in den verschiedenen Werken variiert. Zugleich basieren seine Arbeiten – angelehnt an die chinesische Philosophie – auf dem Prinzip von These und Antithese. Kräftige, nuancierte Farben werden mal kontrastierend, mal harmonisierend kombiniert, geometrische Formen stehen amorphen, organischen Strukturen gegenüber, abstrakte Elemente treffen auf figurative Darstellungen, Text und Bild treten in Kontakt. Diese konzeptionelle Ausrichtung korrespondiert wiederum mit einem inhaltlichen Schwerpunkt seines Werkes, mit der Darstellung von Transfer-Situationen. Die gewählten Motive zeigen, dass Daniel Mans Überlegungen um die Prozesse von Veränderung, Verschiebung, Wachstum und um darin enthaltene Zwischenstadien kreisen (…).“ Aus: Anne Vieth, “ADDICTED TO WALLS”, 2014

Besucher haben vom 11.10. bis zum 19.10. Gelegenheit, die Ausstellung täglich von 14 bis 18 Uhr zu besuchen.

Kunstverein Friedberg e.V. , Haagstraße 16, 61169 Friedberg

www.kunstverein-friedberg.de

info@kunstverein-friedberg.de, phone +49 (0) 6031 – 693564

KunstKulturRespekt.de

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KunstKulturRespekt.de

Adidal Abou-Chamat . Nejat Baydar . BOBAN . Anton Bošnjak . Petra Gerschner .
Wolfgang Hurle . Lou Jaworski . Siyoung Kim . Oh-Seok Kwon . Patricia London Ante Paris .
Daniel Man . Vincent Mitzev . Kerol Montagna . Funda Gül Özcan & Corbinian Böhm .
Tamara Pridonishvili . Lenka Richterová . Alejandro Valbuena
und aus der Klasse Oehlen (AdBK München): Annemarie Faupel, Helene Gette,
Maximilian Helk, Yoojin Jang, Josef Köstlbacher, Andreas Lech, Jan Rybníček,
Sophia Seydel, Gülbin Ünlü.

Dienstag, den 28. Oktober  2014 von 19-22 Uhr

Grußwort: Dr. Hans Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München
Begrüßung: Klaus von Gaffron, 1. Vorsitzender BBK München und Oberbayern e. V.

20.15 Uhr, SPIEL: ein Kunsthybrid von Patricia London Ante Paris, Tanz: Stefanie Felber und Ludger Lamers, Musik: Johanna Arneth-Graf

RAHMENPROGRAMM:
Mittwoch, 5.11.2014, 19.30 Uhr
„Sie können aber gut Deutsch!“ – Warum ich nicht dankbar sein will, dass ich hier leben darf, und Toleranz nicht weiterhilft.
Lesung von und mit Lena Gorelik
Führung von Maresa Bucher
Gespräch moderiert von Constantinos Gianacacos
Eintritt: 5 € / erm. 3 €
Freitag, 21.11.2014, 20 Uhr, Finissage
Rembetikokonzert
„Ta Mourmourakia“, d. h. die Murmler, spielen Rembetiko, den „griechischen Blues“. Seine Blütezeit waren die 20er und 50er Jahre, die Öieder handeln von Liebe, Gefängnis, Haschisch, Migration und Einsamkeit.
Mit Niko Papadopoulos: Bouzouki, Baglama, Gesang
Nikos Pavlidis: Akkordeon, Baglama
Nikos Palagas: Violine, Perscussions, Gesang
Vaios Theodorakis: Gitarre

Ausstellungsdauer: 29. Oktober – 21. November 2014
Im Rahmen von:
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Münchner Kunst- und Kulturschaffende gegen Rassismus,
Rechtsextremismus und Rechtspopulismus

Ausstellungsdauer: 09. – 16. Oktober 2014
Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr

GALERIE DER KÜNSTLER
Maximilianstr. 42
80538 München

reKOLLEKT 2014

Rekollekt 2014 in reKOLLEKT 2014

Photos: PB, Courtesy Galerie Peter Borchardt

 

Daniel Man *The inSight from sideOut*    2014

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Eröffnungsrede: Peter Borchardt & Jan Kage

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Axel Anklam und Jan Kage

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Galerie Borchardt
Hopfensack 19
D-20457 Hamburg

reKOLLEKT | Eröffnung am 09. Mai 2014 um 19 Uhr
09. Mai bis zum 05. Juli 2014

13 Künster_innen der Party Arty Army (www.party-arty.de)

Seit elf Jahren veranstaltet der Berliner Autor und Musiker Jan ‚Yaneq‘ Kage die Party Arty-Reihe. Eine ‚night of vibes from different tribes‘, wie es im Untertitel heißt.

Hier kommen bildende Künstlerinnen mit Musikern und Djs mit Slam Poeten und Storytellern zusammen. Hier treffen fine arts auf urban arts, HipHop auf Elektro und bekannt auf weniger bekannt.

Denn Stile interessieren nicht zuallererst, es zählt zuerst die Haltung.

Die reKOLLEKT Ausstellungen versammeln eine Auswahl aus den bislang über 80 Party Arty-KünstlerInnen. Eklektisch und geschmacksicher.

Ein weiterer Akkumulator ist der Kunstraum Schau Fenster, den Kage seit 2010 in Berlin Kreuzberg mit monatlich wechselnden Ausstellungen bespielt.

Einige der nun in der reKOLLEKT Hamburg präsentierten 13 KünstlerInnen haben nicht nur bereits im Rahmen der Party Arty ausgestellt, sondern arbeiten auch länger schon mit der Galerie Borchardt zusammen. Zeit zusammenzuführen, was zusammen gefeiert gehört.
Es erscheint ein ausstellungsbegleitendes Booklet (32 Seiten). Versand gegen Schutzgebühr Ruro 5,-.

Axel Anklam
Christian Awe
Clemens Behr
Anina Brisolla
Il-JIn Atem Choi
Amélie Grözinger
Dirk Krecker
Uwe Lewitzky
Maja Linke
Daniel Man
Manfred Peckl lebt!
Stohead
Heiko Zahlmann

The inSight from sideOut

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Daniel Man . „The InSight from SideOut“

FLUXUS STUDIO

Bilker Allee 70 . 40219 Düsseldorf . Tel: 0211 – 930 755 77
Email: info@fluxus.cc

Kontakt: Marianne Rogalli

Vernissage: Freitag, 04.04.2014 . ab 19h .

Ausstellungsdauer: 05.04. – 23.05.2014

In London geboren, in Hong Kong und in Deutschland aufgewachsen hinterließ Daniel Man als Graffiti Künstler weltweit seine Spuren. Er lebt seit seinem Studium an der dortigen Akademie der bildenden Künste in bzw. bei München.
In raumgreifenden und raumreflexiven Inszenierungen verbindet er filigrane Papierarbeiten, Leinwände, Zeichnungen und Skulpturen als autonome Arbeiten zu einer wirkungsreichen Einheit. In seiner eigenen wiedererkennbaren Bildsprache, werden nuancierte Farben mal kontrastierend, mal harmonisierend verwoben, geometrische Formen stehen amorphen, organischen Strukturen gegenüber, abstrakte Elemente treffen auf figurative Darstellungen. Seine Arbeiten hinterlassen nie einen statischen, abgeschlossenen Eindruck. Im Gegenteil immer ist alles in Bewegung, nichts bleibt stehen. Gerade diese Vielfalt des Zusammentreffens und Überschneidungen unterschiedlichster kollektiver Ebenen versprechen, das Werk aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen und sich gleichzeitig als Betrachter innerhalb des Kunstwerks zu positionieren.

Photos: Pascal Bruns Photography

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Opening:

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POWER OF GLASS

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POWER OF GLASS

Kostas Murkudis, Judith Haase, Daniel Man, Jan Davidoff, Christian Leitna, Sylke von Gaza, El Mac

Sieben Künstler aus den Bereichen Bildende Kunst, Architektur und Design präsentieren in dieser Ausstellung experimentelle Arbeiten, erstmals aus Glas.

kuratiert von Petra Hetzler

 

ERÖFFNUNG am Donnerstag, den 5.Dezember 2013, 19 Uhr

Ausstellungsdauer 6.Dezember 2013 – 31. Januar 2014

GUSTAV VAN TREECK

Bayerische Hofglasmalerei

Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei GmbH

Schwindstrasse 3 . D-80798 München

Telefon 089 – 523 40 85

gvt@hofglasmalerei.de

Edition Hinz&Kunzt: ”the words of the prophets are written in the streets“

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7 Sonderfarben-Siebdruck, vom Künstler handgedruckt auf Hahnemühle Passepartoutkarton, 300 g/qm, säurefrei und alterungsbeständig
Format: 30 x 21cm
Jahr: 2013
Edition 99 Stück, handsigniert, nummeriert
Mit Zertifikat von Hinz&Kunzt

Farbabweichungen vom Original sind möglich.

Preis:  99 € zzgl. Versandkosten

Bestellung bei: Hinz&Kunzt, Das Hamburger Strassenmagazin

StrassenKunztEdition
Im August 2012 startete Hinz&Kunzt die StrassenKunztEdition. Pro Jahr werden zwei Kunstwerke von je einem renommierten Street Art Künstler zum Verkauf angeboten, jeweils in limitierter Auflage. Der Hamburger Kunstsammler Rik Reinking kuratiert die Edition, deren Erlös zur Hälfte Hinz&Kunzt zugute kommt. Die andere Hälfte geht an die beteiligten Künstler.

Weitere Editionen von Daim und BOXI : StraßenKunztEdition

deckkraft featuring…

 

Im Reisholzer Hafen präsentiert deckkraft (Walter Eul & Marc von Criegern) im September 2013 sieben monumentale Bilder, die in Kooperation mit sieben Künstlern entstehen. Jeder der geladenen Künstler arbeitet dabei gleichzeitig mit deckkraft an einem gemeinsamen Bild. Ihre unterschiedlichen Malstile und Denkweisen prallen dabei experimentell auf einander.

Weitere Informationen und Videos:  “ deckkraft featuring… „

Eröffnung am 13. September – 19:00 Uhr

Einführung: Dr. Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle Düsseldorf

ab 21:00 Uhr: Liveact Jochannon – „cracking up“ – 3D Dub

Reisholzer Werftstr. 77 – 40589 Düsseldorf – Reisholz – Hafen

Teilnehmende Künstler:  Robert Klümpen, Peter Pommerer, Ted Green, Roman Lang, Robert Pufleb, Stefan à Wengen, Daniel Man

Photos: deckkraft

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Opening:

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vlnr: Walter Eul und Marc von Criegern (Deckkraft), Stefan à Wengen (im Hintergrund), Roman Lang, Daniel Man und Dr. Gregor Jansen (rechts im Bild)

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Deckkraft und Peter Pommerer

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Deckkraft und Robert Pufleb

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Deckkraft und Daniel Man

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Deckkraft und Roman Lang

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Deckkraft und Robert Klümpen

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Deckkraft und Ted Green

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Deckkraft und Stefan à Wengen

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28 Thesen / Aussagen als Eröffnungsrede in Reisholz und im Nachgang zu den Texten von Magdalena Kröner und Stefan à Wengen von Gregor Jansen. (2013)
1.Das Vermögen einer Farbe oder eines Lackes, den Untergrund zu überdecken, wird als Deckvermögen oder Kontrastverhältnis bezeichnet. Die umgangssprachlich ebenfalls oft verwendeten Begriffe Deckkraft und Deckfähigkeit sollen dagegen explizit nicht mehr angewendet werden.
2.Vom Begriff deckend ist opak zu unterscheiden.
3.Je niedriger das Deckvermögen, desto schlechter kann eine Farbe eine andere Farbe überdecken. Weiße Malerfarbe mit hohem Deckvermögen wird Deckweiß genannt, eines der frühesten dafür eingesetzten Pigmente war Bleiweiß. Das zur Übertönung notwendige Deckvermögen hängt aber auch von der Art des Hintergrundes ab. Hellere und dezentere Farben sind leichter zu „übertönen“ als dunkle und intensive.
4.Stefan à Wengen deckt mit starker Kraft den kulturellen Raum als Eindruck zwischen Magie und Mythos, zwischen Symbol und Imagination. Etwas Unheimliches hat sich in unsere Bildercodes eingeschlichen. Symptomatisch für das Gesamtprogramm!
5.Lacke, Ölfarben oder andere professionelle Malerfarben haben in der Regel ein höheres Deckvermögen als Farben wie Wasserfarben. Das Deckvermögen ist eine wichtige Eigenschaft für die Pigmentauswahl. Anorganische Pigmente, die gröbere Partikel besitzen und durch Streuung decken, weisen in der Regel ein höheres Deckvermögen als organische Pigmente auf. Diese erreichen haben mit ihren feineren Partikeln das Deckvermögen meist durch Absorption.
6.Roman Lang verschiebt die Pigmente im geometrischen Raster zu Polke Dots inmitten des Gefüges von Ornament, Symbol, Raster und Detailtreue – Street Art Credibility.
7.Das Deckvermögen wird qualitativ ermittelt, indem eine Farbschicht definierter Dicke auf einen kontrastreichen Untergrund (meist schwarz und weiß einer Kontrastkarte) aufgetragen wird. Quantitativ ermittelt wird das Deckvermögen, indem nach der Trocknung oder Härtung der Farbabstand zwischen dem freien und dem mit Farbe überdeckten Untergrund gemessen wird. Die Schichtdicke, oberhalb der sich die koloristischen Eigenschaften nicht mehr ändern, gilt als deckend.
8.Komplett deckend, und dennoch opak, verstreut Robert Pufleb seine Motive zwischen „Natural Born Killers“ und venezianischem Carne vale – dem „Fleische Lebewohl“ sagen. Wundervolle Nachtfarben.
9.Im Jahre 1934 brachte der Kunsthistoriker und Psychoanalytiker Ernst Kris zusammen mit Otto Kurz das damals provokante Buch „Die Legende vom Künstler“ heraus. Anhand der stereotypen Geschichten und Legenden, die über Künstler häufig niedergeschrieben wurden, stellten sie die Frage nach deren historischer Authentizität. Otto Kurz hatte zum Beispiel entdeckt, dass eine Geschichte, die der Begründer der Kunstgeschichtsschreibung Giorgio Vasari über den Maler Filippo Lippi erzählt, in Wirklichkeit einer italienischen Novelle entnommen war und auf den Künstler schlicht übertragen wurde.
10.Ted Green ist der erste im Bunde der neuen Partner. Sein Leben und Malen sind der Urgrund der erweiterten Deckkraft und des Horizontes über von Criegern und Eul(en) hinaus. Die Eulen sind nicht das, was sie scheinen. Aus Twin Peaks wird Triplets Peaks. Spurensuche nach oder hinter der Wahrheit.
11.Heute ist zum Medium der literarischen Anekdoten-Kontexte von bildender Kunst das Medium Film gekommen. Dabei ist auffällig, dass die Spielfilme zum Leben der Künstler in erster Linie Literaturverfilmungen sind und erst in zweiter Linie „Bildverfilmungen“. Zweifellos ist auch im Film die Neigung zur Legendenbildung und Dramatisierung bei der Schilderung des Künstlerlebens deutlich. Was aber sind die spezifisch bildnerischen Mittel und Möglichkeiten, den Prozess des „Bildermachens#8220; in einer neuen Qualität des Mediums Films in der Darstellung von Künstlerbiographien herauszuarbeiten?
12.In Streifen, in unendlich langen Streifen, wird die Welt geschildert, wird das Leben erzählt wie Peter Pommerer für sich reklamiert mit blauen Mädchen, gelben Elefanten und letztlich doch mit Füßen getreten, oder getragen, unterhalb des Streifens – darf man das Deckkraft nennen!?
13.Neues Thema: Die Kunst, andere für sich arbeiten zu lassen! Malergenie im kalten Kämmerlein? Nicht im Ernst! Heutige Künstlerstars sind lieber Unternehmer, die in Großraumstudios Werke unter Laborbedingungen in Serienproduktion anfertigen lassen. Solche Kunstmanufakturen sind allerdings keine Erfindung des 21. Jahrhunderts – es gibt sie, seit es die Kunst gibt, besser, seit es die Legende der Kunst und der Künstler gibt.
14.Es gibt nur eine Sache, die in der Kunst wirklich zählt. Die Signatur! Der kleine Schriftzug auf einem fertigen Gemälde entscheidet darüber, ob sich dieses im Zweifelsfall in einen fetten Wert verwandelt oder doch nur ein Haufen Material ohne jede Absicht bleibt. Die Signatur ist die Obsession des Kunstbetriebs!
15.Die Signatur besteht gewöhnlich aus einem einzigen Namen, dem des Künstlers. Manchmal sind es auch zwei. Dann handelt es sich in der Regel um ein Künstlerpaar. Was dagegen so gut wie nie vorkommt, ist, dass ein Produktionskollektiv auf einem Kunstwerk unterzeichnet.
16.In den wilden Abwaschungen bei Robert Klümpen wird man dem Kampf, dem Schweiße des Ringens, dem multiplen Kämpfen angesichts des ambivalenten Motivverlusts und Motivgewinns gewahr. Impulsiver Nachvollzug der getanen Arbeit! Das Bild stößt ab und zieht attraktiv an. Kollektivschweiß – Unbedingt Film sehen!
17.In manchen Großraumstudio-Ateliers hört man allerorten das bindende Wörtchen „wir“. Auch vom Meister selbst: Wir haben festgestellt. Wir haben ausprobiert. Kollektivgedanke. Und die Rede ist hier keineswegs von einer lässig agierenden, basisdemokratischen Rockband, die etwas musiziert, zusammen spielt, zusammen ein Bier trinkt und Songs komponiert. Der Betrieb (hier Bsp. Anselm Reyle) ist ein mittelständischen Unternehmen: Es gibt einen Chef, und um ihn herum werkeln zwei Dutzend Helfer – Künstler, Architekten, Schreiner – die so lange anonym bleiben, bis man sie nach ihrem Namen fragt.
Angesichte der Größe der Arbeiten: aktuelle WAHLPLAKATE… Das WIR entscheidet … SPD.
18.Ob von Rembrandt und Rubens denkend, an Warhols Factory erinnernd; Frühe Werkstätten ähnelten Alchimistenlabors, wo der spätmittelalterliche Meister mit seinen Gehilfen die Kunst wie eine Geheimwissenschaft betrieb, mit sorgsam vor der Konkurrenz gehüteten Musterbüchern. Heute sind die globalen Wir-AGs von Olafur Eliasson, Tobias Rehberger, der Vorreiter Jeff Koons, Damien Hirst, Zhang Huang und Murakami Takashi mit seiner Company KaiKai Kiki ganz ähnliche Unternehmen mit Beschäftigungsverhältnissen zwischen 20 und 200 Menschen.
19.Seit der Renaissance strebten die Künstler nach einer nicht strikten, aber doch latenten Trennung von Entwurf und Ausführung. Theorie des Disegno. Sie wollten ihre traditionelle Zugehörigkeit zum Handwerk und zu den Zünften überwinden und ihren gesellschaftlichen Stellenwert eben dadurch erhöhen, dass sie den geistigen Aspekt ihrer Arbeit betonten. Die Werkstatt, als Stätte einer angestrengt mühsamen, mitunter schmutzigen Handarbeit, blieb bei diesen Ambitionen ein heikles Terrain.
20.Die Idee des schöpferischen Einzelgängers, des Genies, zog sich relativ ungehindert vom 19. Jahrhundert durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, und quer durch die Avantgarden der Moderne. Im Grunde brach dann nach der Intervention von Duchamp Warhol mit dem antiquierten Geniebegriff. Warhols New Yorker „Factory“ war nicht nur Arbeitsplatz für seine Assistenten, die dort nach seinen Anweisungen Siebdrucke und allesmögliche fabrizierten. Sie war vielleicht auch die berühmteste Partylocation der Sechziger – ganz nebenbei entstanden Filme. Wie kein zweiter Künstler begriff Warhol, dass im angehenden Medienzeitalter die Trennung zwischen Original und Reproduktion, wenn überhaupt vorhanden, hauchdünn werden würde.
21.Die Qualitätskontrolle, die nachträgliche Selektion der gelungenen Werke, ist wichtiger Teil der Produktionskette. Oder, um mal wieder direkt zum Thema zu kommen, bei Deckkraft das Ende der jeweiligen Kooperation. Aus 3 mach eins! Schluß machen bedeutet – Gut ist´s!
22.Walter Eul und Marc von Criegern sind ein Kontrastverhältnis. Name – und Logo – für deckkraft. In der Hinzunahme eines dritten Künstlers, und es sind ausnahmslos männliche Kollegen, bislang, wie sie anmerken!, entsteht neben dem bestehenden Kontrast- noch ein Spannungsverhältnis. Diese Bilder – wie die Werke davor – sind für einen bestimmten Ort entstanden, diese 7 hier mit ihrer Größe von 3, 50 x 6 Metern also genau für hier. Monumentale Manifeste, geschrieben wie gemalt.
23.Diese Bilder gemahnen an abstrakte Expressionen oder expressive Figurationen. Die gewohnte individuelle Autonomie geht auf – oder unter – im prozesshaften Austarieren des gemeinsamen Handelns.
24.Die Wahl der Künstler war von reinem Interesse geprägt. Es sollten spontane, ungesteuerte, freie und experimentelle Teamworks entstehen, eine ständige Herausforderung für die zwei und einen dritten Beteiligten. Selbstorgansierte Schein-Selbständigkeit in Zeiten von Hartz 4.
25.Gemeinsam ist man stärker und nicht mehr einsam im Atelier. Ein Scheitern wird unwahrscheinlicher. Ein Kompromiss erträglicher. Wie ein Free-Jazztrio feilen sie am großen Ganzen, aber auch an Nuancen. Die Ergebnisse sind verblüffend, das Risiko wird belohnt.
26.Erstaunlich ist die Geschlossenheit dieser Offenheit, ist die Farbigkeit und Dynamik, welche spontan an Graffitis oder Writings im Stadtraum und die Street erinnern. Überlagerung, Übersättigung, Übersprühen, Textbilder ohne Texte – muralistisch motivierter, sozialistischer Realismus? Anklänge an ein anonymisiertes Arbeiten im Öffentlichen, ein Arbeiten mit Sprays und Schablonen, das deutliche Negieren einer Handschrift, die Propaganda der Eigengestaltung als Abgrenzung zur Konvention.
27.Beim siebten im Bunde Daniel Man ist „die Straße mit viel Fun verbunden, weil sie spontan reagiert – oder vermeintlich spontan, viele Sachen entstehen inzwischen ja in mühsamer Kleinstarbeit zu Hause. Das ist fast schon konzeptuelle Street. Ich hätte gern, dass das, was akademisch ist, wieder durchflutet wird von dem Spontanen und Witzigen.“ Chin. Zitat: „Hüte dich vor Männern, deren Bauch beim Lachen nicht wackelt!“
28.Im Fragmentarischen verbirgt sich das pluralistische, kollektive Weltbild einer entindividualisierten Weltsicht. Alles ist flach geworden, die Oberfläche ist Farbe ohne Raum – aber mit hoher deckkraft.
29.Allen Beteiligten, deckkraft, Marc und Walter, vor allem, aber auch allen 7 Künstlern, insbesondere für den Mut der Teilnahme, sei ganz herzlich gedankt. Die Ergebnisse sind überzeugend und die malerische Wirkkraft verblüffend. Die Ausstellung hier ist ein seltener Beweis, dass Kollektive durchaus ihren Sinn stiften können. Denn sie irritieren uns, wenn sie gut sind, da es unserem sonstigen heutigem Streben nach Individualität widerspricht. Weiter so Deckkraft.
30.Schluß machen bedeutet – Gut ist´s!
© Walter Eul und Marc von Criegern – deckkraft.org

Urbane Folklore

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Urbane Folklore!

Herbert Baglione (BRA), Bibichun (MY), BLU (I), Shepard Fairey (US), A.J. Fosik (US), Os Gemêos (BRA), Koralie (F), Daniel Man (D), 9 Micro + Bart (MM), Thu Myat (MM), Mirko Reisser (DAIM) (D), SupaKitch (F), Thu Myat (MM), Vitché (BRA), Zezão (BRA)

 

Ausstellung 06.07.13 – 23.08.13

Kunstraum Innsbruck

Maria Theresien Str. 34, Arkadenhof
A-6020 Innsbruck
Tel  +43-512-584000
Fax +43-512-584000-15
office(at)kunstraum-innsbruck.at

Photos: MRpro

Courtesy: Reinking Projekte Hamburg, Nusser & Baumgart München, Kunstraum Innsbruck

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Urbane-Folklore Mr11 in Urbane Folklore

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